Halbmarathon-Woche

Leiden für den guten Zweck

Hätte Chris vor seiner Halbmarathon-Woche gewusst, dass er danach wochenlang mit einem Schienbeinkantensyndrom zu kämpfen hat, hätte er sich dieses Abenteuer vielleicht erspart. Doch was tut man nicht alles für den guten Zweck?

Gemeinsam mit KWP hatte Chris nämlich beschlossen, an dem World Vision Projekt „Global 6K Walk & Run“ teilzunehmen. Eine Spendenaktion, die dazu aufruft, am 19. Mai 2018 rund 6 Kilometer zu gehen oder zu laufen. Denn das ist die durchschnittliche Distanz, die Frauen und Kinder in Entwicklungsländern zurücklegen müssen, um an Trinkwasser zu gelangen. Von den Teilnahmegebühren werden Hygiene- und Wasserprogramme finanziert. KWP fand diese Idee so klasse, dass sie für jeden von Chris gelaufenen Kilometer 5 Euro an die Spendenorganisation zukommen lassen wollte. Für Chris eine noch größere Motivation, auch dieses Jahr seine Halbmarathon-Woche durch zu ziehen. Dafür hat er sich die Pfingstwoche mit einem Kurzurlaub an der Ostsee ausgesucht. Sein Ziel war es, an sieben aufeinanderfolgenden Tagen einen Halbmarathon laufen, also mindestens 147 km in einer Woche.

Urdonau über den Brocken in die Holsteinische Schweiz

Die ersten beiden Trainingsrunden läuft Chris noch im Allgäu – seine „Heimstrecken“ sozusagen: der Oberlandsteig mit 21,5 km und 465 Hm+ und eine entspannende Runde durch den Meitinger Forst mit 21,7 km und 100 Hm+. Danach geht es mit der Familie Richtung Ostsee mit einem kurzen Umweg über den Brocken: 24,1 km und 854 Hm. An der Ostsee läuft Chris an vier aufeinanderfolgenden Tagen entweder durch die abwechslungsreiche Holsteinische Schweiz, am Meer entlang oder durchs Hinterland und legt eine Strecke von insgesamt 88,9 km und 547 Hm+ zurück. Damit ist seine Halbmarathon-Woche komplett. Und obwohl er noch bis zum Schluss beschwerdefrei laufen kann, macht sich die dauerhafte Belastung des Bewegungsapparates nach der Woche leider doch bemerkbar. Denn insgesamt hat Chris im Mai schon 440 km laufend hinter sich gebracht – das war einfach zu viel des Guten.

Ist die Teilnahme am Südtirol Ultra Skyrace gefährdet?

Die Regeneration des Schienbeinkantensyndroms zog sich über mehrere Wochen hin und es blieb fraglich, ob er bis zum Südtirol Ultra Skyrace Ende Juli wieder vollständig genesen sein würde. Doch Rückschläge gehören für alle Sportler dazu und auch Chris kämpft sich geduldig durch die Regenerations-Phase und trainiert sich langsam wieder fit. Im Bericht zum Skyrace könnt ihr lesen, wie fit er bis dahin wieder war und welch unglaubliche Leistung Chris bei diesem Rennen vollbracht hat.

Und wozu das Ganze?

156,1 km in 7 Tagen, das macht eine Spendensumme von 780,50 Euro für das World Vision Projekt „Global 6K Walk & Run“. World Vision bedankt sich sogar persönlich bei Chris für seine Leistung.

Am Ende dient Chris‘ Leiden also einem guten Zweck und seine Leistung unterstützt Wasser- und Hygieneprojekte für Kinder und ihre Familien in Asien, Afrika und Lateinamerika. Weiter so!